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So ein Pech !

Heute rief mich meine Schwägerin an und berichtete was ihr passiert war: in der Bankfiliale, wo sie an der Kassa arbeitet, gab es gestern vormittags einen Banküberfall. "Und stell dir vor-", sagte sie mit hörbarer Enttäuschung, "-so ein Pech: ausgerechnet gestern hab ich meinen freien Tag UND HAB´S VERSÄUMT !!!"

Simply Red Abschiedskonzert: Pflicht statt Kür


Als bekennende Mick-Hucknall-Afficionada mit Spannung erwartet-
Mick´s lange angekündigte Abschiedstournee mit seiner bisherigen Begleitformation, die sich nach dem Ende der Tour auflösen wird.

Gestern Abend also, in der Wiener Stadthalle:
SIMPLY RED "The Greatest Hits Tour"

Leider bestätigten sich die keineswegs enthusiastischen Kritiken der vorangegangenen Konzerte auf den bisherigen Stationen der "Greatest Hits"-Tour--- Mick in gewohnter "Red"-Rumpelstilzchen-Bühnenpräsenz, die Performance seiner Bandbegleiter dagegen aber: eher uninspiriert- lustlos bis nahezu gelangweilt- wirkte fast ein bißchen wie vertragsgemäßes Abspulen und Endlich-hinter-sich-bringen der letzten Pflicht-Auftritte bevor sich endgültig der Vorhang über die gloriose Simply-Red-Vergangenheit senkt.

Wie schon das Tournee-Motto verhieß: eine Greatest-Hits-Retrospektive der populärsten Simply-Red-"Hadern" in zügiger Ruck-Zuck-Abfolge, portioniert als handliches Drei-Minuten-Häppchen-Programm.

Ein veritables Ärgernis an diesem Abend die skandalös schlechte Sound-Abmischung und Akkustik: Bassgedröhn und Drum-Bass-Gewummer alles andere bis zur Unkenntlichkeit überdröhnend.....waren die Tontechniker vor dem Wiener Konzert zu lang beim Heurigen? Wer weiß.

Resümee: ein nettes, wenn auch nicht berauschendes Konzert- Simply Red-Nostalgiker kamen auf ihre Kosten.

Szenen einer Ehe

Mit der Literaturverfilmung von Richard Yates' 1961 erschienenem Roman

" Zeiten des Aufruhrs "

einer weiteren Sozial- und Milieustudie des typischen Mittelklasse-Vorstadt-Amerikas, führt Regisseur Sam Mendes weiter, womit er schon in seiner tragisch-bizarren Satire "American Beauty" begonnen hat - die Entlarvung der Hoffnungslosigkeit hinter der Fassade des scheinbar reibungslosen Ehealltags.

Erstmals seit "Titanic" wieder als Protagonisten-Paar auf der Leinwand zu sehen: Leonardo DiCaprio und Kate Winslet (Mendes' Ehefrau, die für ihre schauspielerische Leistung einen Golden Globe in Empfang nehmen durfte)
    "Nicht unsere unerfüllten Träume sind schuld an unserm Unglück, sondern dass wir sie aufgeben."
Mendes' neues Ehe-Melodram, ähnlich wie auch Ang Lee's "Eissturm" und vergleichbare "typisch amerikanische Vorstadtehe"-Studien: keine leichte Cineasten-Kost, und eben sehr, sehr "amerikanisch". Für manche Geschmäcker vielleicht etwas zu sehr.
Die schauspielerische Präsenz der beiden Hauptdarsteller verdient uneingeschränkte Anerkennung.

Aber beim nächsten Kinobesuch vielleicht lieber doch wieder mal eine Komödie zur Abwechslung :-)

" Ein Vierteljahrhundert Simply Red ist genug ".....


....sagt Mick Hucknall himself, nach 25-jährigem Bestehen wird die Band nächstes Jahr ihre Abschieds-Tournee geben und sich danach auflösen. Schade.



Mick wird solo weitermachen, einen Vorgeschmack gibt er heute abend ab 20:00 h auf der (schwimmenden) Donaubühne Tulln mit seinem Konzert "A Tribute to Bobby Blue Bland".


Das lass´ ich mir als fanatische Mick-Hucknall-Afficionada natürlich nicht entgehen! (Hoffentlich haben wir auch diesmal Glück mit dem Wetter :-)

Grosse Oper im Steinbruch....

stm

....gestern abend genossen:
    Verdis " La Traviata "
    das bewegende Drama von Liebe und Tod (nach Dumas´ "Kameliendame" )
in der Festspiel-Arena vor der grandiosen Freilicht-Naturkulisse im
Römersteinbruch St. Margarethen.

Eine effektvolle, farbenprächtige Inszenierung mit Slowakischer Philharmonie und Chor, einer Besetzung aus mir sämtlich unbekannten Sängern- aber durchwegs mit großen Stimmen!

Glück hatten wir mit dem Wetter, der mitgebrachte Regenschirm durfte in der Tasche bleiben- dennoch empfahl sich die wohlweisliche Mitnahme einer wärmenden Decke :-)

Eine großartige Aufführung, ein phantastischer Abend !

Gestern: George Taboris "Tragikomödie"....

....über das Trauma der Shoah:

" Mein Kampf " in der Inszenierung von Peter Wittenberg im (neu renovierten) Theater in der Wiener Josefstadt.

Eine Groteske? - ein Schwank? - eine Satire?- hintergründig, bizarr, "chaplin"esk, gespickt mit Kalauern, Wortwitz und Slapstick-Einlagen -im Wechselspiel zwischen tragischem Tiefsinn und Klamauk.

Hitler in Unterhosen: von Florian Teichtmeister entlarvend dargestellt als tölpelhafte Schießbudenfigur aus der Provinz. Der (größenwahnsinnige) verklemmte Soziopath aus Braunau als gut getroffene Karikatur.
Karl Markovics als philanthropischer Jude Schlomo Herzl, wie er das Ekel Hitler im Obdachlosenasyl bemuttert und ihm seine Socken wäscht.
Die schöne Hilde Dalik entzückt als kindlich-elfenhaftes Gretchen- splitternackt, wie frau von ihren Bühnenauftritten gewohnt ist.
Tatja Seibt ist Frau Tod: der "Sensenmann" als zigarettenrauchende Femme fatale in Nerz und Seidenstrümpfen.
Alexander Wächter gibt Heinrich ("Himmlischst") Himmler als moppelige Witzfigur.
In einer Nebenrolle der legendäre Fritz Muliar, ein wahrer Schauspieler, im Kopf jung an seinen körperlichen Grenzen angelangt .

Eine sehenswerte Vorstellung !

Atemloses Tempo....


Erick Zoncas Film
"Julia"

zeigt eine Frau, die auf der Flucht vor dem eigenen Untergang immer tiefer in die Ausweglosigkeit gerät.

Beeindruckend und bewegend die facettenreiche Schauspielkunst der Oscar-Preisträgerin Tilda Swinton in der Titelrolle.


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